Die Tabaklobby, die Politik und der Erfinder der E-Zigarette

von Robert am 27. April 2012

Die E-Zigarette ist in aller Munde. Es war also eigentlich von Anfang an klar, dass die Tabakindustrie nicht lange stillhalten würde. Immerhin gibt es inzwischen etwa 2 Millionen Dampfer in Deutschland. Als die Hetzkampagne der Medien über die E-Zigarette hier bei uns in Deutschland ihren Höhepunkt erreichte, wurden schnell die Rufe nach Verschwörung laut. Die Politik reagierte, ebenfalls mit Ächtung der E-Zigarette. Die Rufe nach Verschwörung wurden lauter. Die Tabakindustrie fürchtet um Umsatzeinbußen und die Politik fürchtet um Rückgang von Steuereinnahmen. Und was ist dran an dieser Argumentation? Man weiß es nicht genau, aber es klingt schon alles ziemlich wahrscheinlich. Nun fragte ich mich schon sehr lange warum die Tabakhersteller nicht anders reagieren. Es gibt meiner Meinung nach einen großen Markt für “Brand-Liquids” namens “Lucky Strike” oder “Marlboro”. Oder auch E-Zigaretten mit Marlboro-Man-Aufdrucken in einer schön gestalteten Ladebox. Aber was tut die Industrie? Philipp Morris zum Beispiel arbeitet seit Jahren an einer eigenen E-Zigarette. Allerding an solch einer, die Tabak erhitzt, also etwa wie bei der Benutzung einer Wasserpfeife. Hier werden jedoch auch krebserregende Stoffe freigesetzt, was laut einiger Untersuchungen (ich schrieb bereits darüber) bei unseren Dampfaretten nicht der Fall ist. Jetzt hat vor kurzem in den USA das erste mal ein Tabakhersteller einen E-Zigaretten-Hersteller aufgekauft. Es heißt, wegen der Umsatzeinbußen: 1,53 Milliarden US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 1,54 Milliarden US-Dollar. Der E-Zigaretten-Hersteller blu ecigs, einer der führenden Anbieter von E-Zigaretten in den USA, ging für einen Kaufpreis von 135 Millionen über den Ladentisch. Einstampfen, oder weitermachen mit einem bekannten Tabak-Branding? Was die Käufer mit dem e-Zigaretten-Hersteller anstellen, wird sich zeigen.

Es geht um Profit der Lobbyisten und nicht um Gesundheit der Konsumenten. Das ist sehr traurig wie ich finde. Der Erfinder der E-Zigarette, der Chinese Hon Lik, hatte dieses im Sinn: Eine Zigarette, durch die man nicht an Lungenkrebs erkrankt. Nun, es gibt Dampfer, die sagen sie findes es cool “wenn die Leute komisch gucken und sich wundern”, andere sagen “ich mache das wegen der niedrigen Kosten” aber ich (und ich hoffe viele andere Dampfer auch) mache es weil ich rauchen immer mochte, aber nicht krank werden will. Wir wissen nicht, was sich in der Zukunft herausstellen wird bezüglich der Langzeitfolgen des Dampfens. Aber wenn es mit der E-Zigarette die Möglichkeit geben könnte, dass tausende Menschen nicht an Lungenkrebs sterben, dann muss man als Politiker doch diese Möglichkeit sehen, prüfen und konstruktiv darüber sprechen! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einiger Zeit geäußert, dass das Nichtwissen über Langzeitfolgen niedriger zu bewerten sei, als das wissen über nicht-vorhandene krebserregende Stoffe. Zudem gibt es die Untersuchungen, in denen zu lesen ist, dass wir noch genau einen bedenklichen Stoff in unserer E-Zigarette konsumieren, nämlich das Nikotin. Und das kann man sogar weglassen, wenn man das möchte.

Also…
liebe Raucher: Rauchen macht krank, Dampfen macht sehr wahrscheinlich nicht krank. Das sollte als Argument reichen um es zu versuchen.

liebe Politiker:
Wir haben hier wahrscheinlich eine Möglichkeit, die Anzahl an Krebserkrankungen zu reduzieren! Nehmt uns nicht diese Möglichkeit!

liebe
Tabakindustrie: Steigt in den Markt ein!

liebe Dampfer:
Nicht entmutigen lassen!

 

{ 4 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

Norbert Maaßen April 27, 2012 um 09:09

Genau so ist es. Als einer der 40 Jahre geraucht hat, bin ich froh das es die E- Zigarette gibt und die will auch behalten. Ich kann es nicht verstehen das eine Krebs Ärztin und eine grüne Ministerin die E-Zigarette verbieten wollen, wo sie nachweislich viel weniger Gifte enthält. Bitte mal das Hirn einschalten und einen Kommentar abgeben.
Gruß Nobby

Norbert Maaßen April 27, 2012 um 09:24

ich meine natürlich die beiden Damen.
nobby

RapidRalf April 28, 2012 um 15:56

Schöner Bericht! :)

Ich werde definitiv bei meinen eZigaretten bleiben.
Mir ist halbwegs egal, was die Leute um mich herum sagen und denken – ich kenne die Fakten, mit denen ich argumentieren kann, wenn wieder jemand behauptet, dass die eZigaretten sooo viel schädlicher sein sollen, als “normale” Pyros. ;)

Btw:
Komischerweise beschweren sich (zumindest in meinem Umfeld) die Nichtraucher sehr, sehr viel weniger als die “normalen” Raucher über eZigaretten. Denn die meisten Nichtraucher finden den Gestank von Pyros weitaus schlimmer. Ich darf inzwischen sogar bei vielen Nichtrauchern in der Wohnung dampfen, die haben absolut nichts dagegen (so lange ich nicht bei Vegetariern mein Schinken-Liquid raushole :D ).

Fragen tu ich natürlich vorher… ;)

CHRISTIAN BAARS Juli 29, 2013 um 16:42

RESPEKT FÜR DAS DAMPFEN DOCH WANN KOMMEN LUCKY SRICKE & CO. MIT DEN HI-TECH E-ZIGGARRETEN IN UNSER LEBEN MIT ANGEBOTEN FüR DAMPFER ZU ALTEN ACHZIGER JAHRE PREISEN EINZELN ODER VIEL VIEL MEHR….

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